2014 habe ich als Projekt- und Teamleiter ein Weiterbildungsmagazin über Mega-Trends in Wirtschaft und Gesellschaft und ihren Einfluss auf unser Berufsleben konzipiert und realisiert und bis Ende 2017 10 Ausgaben produziert (z. B. über Globalisierung, Kommunikation, Kreativität, Sinn, Digitalisierung oder New Work – die Titelgeschichten stammen jeweils von mir). Die Publikation EB NAVI war mit dem Anspruch angetreten, Orientierung in einer immer komplexer werdenden Arbeitswelt zu bieten, Chancen aufzuzeigen, welche der Wandel bietet und spielerisch Lust darauf zu machen, sich neue Kompetenzen anzueignen.

Feedbacks und Klickraten zeigen; das ist uns recht gut gelungen. Auftraggeber war die EB Zürich, kantonale Berufsschule für Weiterbildung. Leider ist das innovative Format Spardruck und Umstrukturierungen zum Opfer gefallen. Aber im Netz sind alle Ausgaben nach wie vor kostenlos verfügbar und lassen sich sogar gedruckt nach hause bestellen:

https://issuu.com/ebzuerich/stacks/9437c81fef464857a3326dee88fe2abe

SilbenSilber – Botschaften im glänzenden Licht“ hat in den letzten 14 Jahren neben der EB Zürich diverse Institutionen und Unternehmen in Kommunikationsfragen beraten und betextet. Der Claim „Botschaften im glänzenden Licht“ weist auf mein zentrales Anliegen hin: Institutionen und Initiativen dabei zu unterstützen, Ideen und Visionen, die es verdienen, bekannter zu machen und zum Durchbruch zu verhelfen.

In diesem Sommer war ich auf einem mittelalterlichen Turm (Turm Roten) und in einer Burgruine (Nünegg) im Einsatz. Und am Samstag, 1. September, habe ich nun Bankgeheimnisse ausgeplaudert auf den Bänken am Silsersee bei Sils Maria: Wer vorbei kam, erfuhr etwas über meine besondere Beziehung zu Sils und zum ältesten Engadiner, dem Malojawind. Ich arbeitete dort mit 17 als Kutscher und der alte Malojer war mein ständiger Begleiter.

Das mittlerweile sehr internationale Programm des Seetaler Poesiesommers kann ich wärmstens empfehlen. 2003 war ich zum ersten Mal eingeladen, damals noch ins Schloss Hallwyl. Seither lese ich drei bis fünf mal jährlich Selbergeschriebenes vor Publikum. Highlights waren für mich Lesungen in der Helferei Grossmünster, am Züri Littéraire im Kaufleuten, auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin oder an den Solothurner Literaturtagen.

http://www.heidegg.ch/fileadmin/bilder/Poesiesommer_2018.pdf

jagdbanngebiet

wir beschritten energisch
die grenze zum jagdbanngebiet
die lärchen warfen
ihre ockernen nadeln
auf die klebrigen kappen
der goldröhrlinge
über die später in der nacht
der älteste engadiner der
kalte malojawind die
flocken warf um sie zuzudecken
für ihren letzten winterschlaf
von der waldgrenze röhrten
bedrohlich die kronenhirsche
wir hatten uns unsere pilze
schon vorgestellt in butter gedünstet
als beilagenragout für die
braunen langohren aus dem
hasenasyl zwei hasenfüsse
mit nur leichtem hang zur
wilderei als wegzehrung
gabs tuarta da nuschs
engiadinaisa die füllung
aus caramelisierten wallnüssen
verklebte unsere zahnkronen
und wir vergassen die
lust aufs wildbret

(val fex)

“Das Bild ist die Mutter des Wortes”, schrieb Hugo Ball. Manchmal ist das Wort aber auch der Vater eines Bildes. Wortbildkreaturen Silbenbilder Kristian KaiserBeides zeugt SilbenBilder: Das Bild kommt zu Wort und das Wort wird Bild. Schon Leonardo da Vinci sagte: “Ein Bild ist ein Gedicht, gesehen aber nicht gehört, ein Gedicht ist ein Bild, gehört aber nicht gesehen.” Bilder und Gedichte sind also eigentlich dasselbe, sie wirken nur auf unterschiedlichen Kanälen. Und so versuche ich seit längerem hörbare Bilder und sichtbare Gedichte zu machen.

SilbenBilder sind WortBildKreaturen, die ein Eigenleben entwickeln, unabhängig von Vater und Mutter. Fast ausschliesslich arbeite ich dabei mit analogen Drucktechniken, mit Schnitzwerkzeug und Holzplatten, Fundstücken oder Bleisatz, Schreibmaschinen und Stempelkästen, alten Polaroid-Kameras usw. Das Resultat sind beispielsweise kleinstformatige Kunstbücher oder grossformatige Holzschnittdrucke. Beispiele zu sehen sind auf http://www.silbenbilder.ch.

Als Inspirationsquelle dient mir meist das Gehen, darum nenne ich mich seit 15 Jahren auch “Gehdichter”. Ich bin auch Mitglied bei WAN, dem internationalen Walking Artist Network. Mein im Herbst 2017 im Waldgut Verlag erschienener Lyrikband “BorkenKäferFrassSpuren” trägt den Untertitel “Ausflüge in die Zeichenflora und Sprachfauna eines Gehdichters”.

Müsterchen solcher Gehdichte zu lesen gibt’s auf https://www.fixpoetry.com/autoren/literatur/feuilleton/christian-kaiser

Noch besser aber hört man sie klingen; an einer der eher seltenen Lesungen. Mehr Infos und Stimmen zum Buch gibt es hier:
http://www.waldgut.ch/e8/e662/e6896/

 

Die Winterthurer Autorinnen und Autoren tragen zweifach zum Stadtjubiläum bei; mit einer Anthologie von Geschichten mit 750 Wörtern bzw. 750 Zeichen und einer Reihe von unentgeltlichen literarischen Stadt-Safaris in den Quartieren.

Auch ich werde mit zwei Beiträgen («beissenthemmung» und «erntetank») in dem Buch vertreten sein und an der Stadt-Safari vom 6. Juni 2014 lesen. Die Vernissage des Buches «750 Wörter Zeichen Jahre» findet am 27. März 2014 in der Stadtbibliothek statt.

Silbensilber wünscht allen einen flotten Galopp durchs chinesische Jahr des Holz-Pferdes! Das Pferd begünstigt Selbstvertrauen und Initiative und fördert Teamgeist. Holz steht für kreative Ideen, und die Energie des Pferdes hilft, diese mit Elan und Schwung umzusetzen. Ideal also für einen Aufbruch zu neuen Horizonten. IMG_Tiki

Passend hierzu eine Lebensweisheit der Dakota-Indianer: «Wenn dein Pferd tot ist, steig ab.» Die üblichen Verdrängungsstrategien nützen da wenig; etwa sich eine bessere Peitsche zu besorgen oder Trainingseinheiten einzuschieben, um besser reiten zu lernen oder Vergleiche anzustellen zwischen unterschiedlich toten Pferden. Ja, wenn das alte Reittier hinüber ist, hilft nur ein Sprung auf die Füsse – und das Satteln eines neuen.

Auf das Dakota-Bild gestossen bin ich in den Seminarunterlagen von Werner Tiki Küstenmacher, Karikaturist, Theologe und Autor von Ratgeber-Büchern in Millionenauflage («Simplify your Life»). Mehr von Küstenmachers Tipps, wie sich das Leben vereinfachen lässt, finden Sie in meinem Artikel für die Tages-Anzeiger-Weiterbildungsbeilage vom 27. Januar 

Download (PDF, 2.22MB)

und auf www.swissadultlearning.ch

Lange Baustelle, jetzt Gebäude: Seit gestern ist die brandneue SilbenSilber-Webseite aufgeschaltet. Und wir sind ganz schön stolz auf das Resultat. Und gespannt auf die ersten Feedbacks.

Passend zu Inhalt und Konzept habe ich gerade ein Zitat gefunden:

“In Mass, Zahl und Gewicht des Silbenhaften, also in einer Region, wo das Wort noch nicht Wort geworden ist, wo das Wort sich noch dem Musikalisch-Imaginativ-Plastischen des Überwörtlichen, des Geistigen fügt, da waltet der Dichter.”

Klingt vielleicht etwas geschwollen aber trifft den Kern: Aus Geist kommt Silbe und wird zu Wort …

Geschrieben hat das Rudolf Steiner in einem Vortrag, den er am 29. März 1923 in Stuttgart gehalten hat, mit dem Titel “Silbenlauten und Wortesprechen”.Rast

Silbenlauten ist ja sozusagen mein Kerngeschäft und Wortesprechen kommt ab und zu dazu (siehe Events).

Ich danke an dieser Stelle allen, die an der Baustelle silbensilber.ch 2.0 mitgewirkt haben!

Silbensilber